Der Bauer kauft eine Olive – was für ein Satz, voller tiefer Wahrheit! Der Bauer – ist er nicht schon immer ein aktives Wesen gewesen, dem Gemeinnützigkeit seines wirtschaftlichen Unterfangens so vielen Menschen Gutes beschert? Dieser Bauer also kauft etwas: Er kurbelt mit dieser edlen Handlung die Wirtschaft an, ist wohl auch finanzkräftig genug, um einen Handel einzugehen. So viel Gesundheit steckt in diesem Vorgang, so viel Gutes!

Und dann: Was kauft er? Eine Olive. Ein Vorgang, in der Symbolik steckt,  so edel und gut: Wir fragen uns natürlich: Was ist an jener Olive so Besonderes daran, dass sie vom Bauer erstanden werden will? Ist es die Olive, die der Bauer braucht, um einen eigenen Olivenbaum zu ziehen? Braucht er die Olive für Dekorationszwecke auf der Hochzeitstafel seiner Tochter? Oder sollten wir die Olive als ein Zeichen für etwas anderes nehmen, gleichwohl für eine Frucht, die uns Freude bereitet und uns bereichern kann?

Wir wissen es nicht. Wir wissen nicht, wie es um den Kern bestellt ist, der sich in der Olive befindet. Einzig wissen wir, dass uns die Handlung des Bauern zur Freude gereicht.

Dieser Satz war der erste in meinem Lateinbuch, den es zu übersetzen galt. Sollte sich der eine oder andere Fehler in die Übersetzung oder in dem Titel eingeschlichen haben, geschah dies ohne Absicht und Hintergedanken. Schließlich war ich keine Leuchte in Latein; während die ersten Klausuren von uns Schülern eine Durchschnittsnote von 1,1 hatten, war ich diejenige, die schon die erste 2 nach Hause trug (und in dem Stil ging es weiter).

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